An meinem vorerst letzten Tag in Brisbane habe ich mir einen Tagesausflug auf die North Stradbroke Island gebucht. Ich wollte wieder etwas Natur erleben und diese Tour, über Get your Guide angeboten, sah vielversprechend aus. Die Insel ist die zweitgrößte Sandinsel dort, nach Fraser Island.

Unsere Gruppe wurde morgens um 7.45 Uhr mit einem Van abgeholt und dann ging es zum Hafen, wo schon die Fähre auf uns wartete. Das Wetter war sehr warm und sonnig.

North Stradbroke Island

Als wir auf der Insel ankamen, die liebevoll Straddie von den Australiern genannt wird, ging es zu unserem ersten Spot, dem Brown Lake. Das Wasser hat einen sehr niedrigen pH Wert und die umliegenden Tee Bäume bzw Büsche sorgen für die braune Farbe. Ein ruhiger Ort, wo manche Einheimischen ein Picknick machen. Kurz bevor wir zu unserem nächsten Spot gefahren sind, haben wir eine riesige Eidechse am Baum direkt vor unserer Nase gesehen. Die war bestimmt länger als ein Meter. Das hat mich sehr beeindruckt dieses Tier aus der Nähe betrachten zu können.

brown lake
Brown Lake

Unser zweiter Spot war eine kurze Wanderung durch die sogenannte Nordschlucht. Hier hatte man einen traumhaften Blick auf den pazifischen Ozean bzw auf das Korallenmeer. Die Farbe reichte von einem intensiven Blau und Hellblau bis zu Türkis. Auf unserem Weg haben wir im Wasser Schildkröten, Rochen und sogar Delphine gesehen. Ach, bevor ich es vergesse, wilde Kängurus haben wir auf unserem Weg auch noch sehen können. Eine Mutter mit ihrem Jungen, das immer noch versuchte in ihren Beutel zu steigen, obwohl es dafür schon viel zu groß war.

blauer ozean
Wanderung an der Nordschlucht

Eine Mittagspause haben wir beim Point Lookout bzw beim Zylinder Beach gemacht. Dort hatten wir auch die Möglichkeit im Meer zu schwimmen, was ich natürlich genutzt habe. Das tat richtig gut in den Wellen zu baden. Das Wasser war so klar und der Sand so fein. Ein Traum!

Evakuierung im Restaurant

Zum Mittagessen bin ich mit 3 anderen Gästen in das einzige Restaurant gegangen das es dort gab. Hunger hatte ich bei den Temperaturen zwar nicht, aber ich habe mir dann zumindest einen Salat bestellt. Eine der Gäste war Alisa, sie ist Deutsche, die eigentlich vorhatte 1 Jahr und länger in Australien zu reisen. Sie hatte sich sogar ein Auto geakuft. Nach 4 Monaten musste sie leider feststellen, dass es ihr nicht gefällt alleine zu reisen und so weit weg von zu Hause zu sein. Sie erzählte mir, dass sie nie wirklich viel Anschluss gefunden hatte. Sie musste aber auch zugeben, dass sie etwas schüchtern ist. Trotzdem finde ich es gut, dass sie es ausprobiert hat und 4 Monate ist ja schon eine sehr lange Zeit.

Als wir dort so saßen und unsere Snacks gegessen haben, ging auf einmal ein lauter Alarm los. Die Bedienungen haben dann angefangen die Gäste aufzufordern ihren Platz zu räumen und das Restraurant zu verlassen. Somit mussten auch wir gehen. Keiner wusste was passiert ist. Auch die Bedienungen konnten uns keine Auskunft geben. Nach einer guten Stunde, durften wir wieder rein. Es war wohl ein Feueralarm, der versehentlich ausgelöst wurde.

Unser letztes Ziel auf der wunderschönen Insel war der Amity Point. Dieser Platz war dafür bekannt, dass man hier wilde Koalas sehen konnte. Wir hatten in Summe drei der pelzigen, süßen Beuteltiere erblicken können, was gar nicht so einfach ist. Dadurch dass die Koalas fast 20 Stunden täglich schlafen, bewegen sie sich kaum und sitzen ganz still weit oben in den Baumgabeln.

Es war ein sehr lohnenswerter Ausflug für mich und ich bin froh ihn gemacht zu haben.

koala
Wilder Koala