An meinem zweiten Tag im Surfers Paradise bin ich gleich morgens zum Strand gegangen. Es war heiß, sonnig und es schien auch so ein schöner Tag zu bleiben. Am Strand sah ich schon die zwei Fahnen, die von der Strandaufsicht aufgestellt wurden. Man sollte nur in diesem Bereich zwischen den beiden Fahnen ins Wasser gehen. Somit hatte die Rettungsmannschaft ein bessere Übersicht bzw Kontrolle über das Schwimmverhalten der Leute.

Das Meer war warm und es gab schöne, kräftige Wellen. Perfekt zum Surfen, dachte ich und hätte am liebsten ein Brett an meiner Seite gehabt. Die Wellen und die Strömung waren so stark, dass es mir jedes Mal fast den Bikini runtergerissen hätte. Ein Badeanzug oder festeres Oberteil wären besser gewesen, als mein lappriger Triangel-Bikini. Aber es war so schön im Meer zu baden und von den Wellen mitgerissen zu werden. Ich habe das richtig genossen und mir vorgenommen eine Surfstunde zu buchen.

Tropische Niederschläge

Es fing schon zu tröpfeln an, als ich noch am Strand lag. Es gab immer wieder mal kurze Regenschauer, die schnell vorbei waren. Das war wohl auch normal für die Zeit, denn es ist Regenzeit. Das war mir leider nicht so bewusst, als ich meine Planung gemacht habe. Das Wetter ändert sich ganz plötzlich, erst Sonne pur, dann ziehen in Sekunden von irgendwoher Wolken auf und es regnet. Leider gab es ab Nachmittag nur noch Regen und der wurde immer schlimmer. Es kübelte wie aus Eimern. Ich saß die ganze Zeit im Hostel draußen auf der halbüberdachten Terasse, weil es drinnen, durch die Klimaanlage, viel zu kalt war. Das hat mich dann schon genervt, ich konnte nix mehr machen und meine Unterkunft hat mich nicht gerade zum Verweilen eingeladen.

Der reisende Vater

Es saßen noch andere Gäste auf der Terasse und so hatte sich ein älterer Kerl zu mir an den Tisch gesetzt. Es war ein kleinerer, drahtiger Typ. Er erzählte mir dann fast seine ganze Lebensgeschichte. Sein Name war Gregory, er kam aus Oregon. Er hat erst im Alter zu Reisen angefangen, weil er seine Tochter ganz allein groß gezogen hat. Seine Tochter ist nun alt genug und er hat wohl genug Mittel angespart, um jetzt die Welt zu entdecken. Er vermietet noch dazu sein Haus in den USA und scheint sehr genügsam zu sein. Es war interessant, was er schon alles erlebt hat, auch die Story mit seiner Frau hat mich berührt.

Schweizerin made my day

Ich habe am nächsten Tag das Hostel gewechselt und ich war so froh nicht mehr dort schlafen zu müssen. Die zweite Unterkunft war soviel schöner. Dort gab es nicht nur schönere kleine Zimmer, sondern auch einen Pool, eine große schöne Dachterasse mit anschließendem Restaurant und Bar. Ich habe mich gleich nach meiner Ankunft in die chilligen Loungemöbel dort oben gelegt. Ich war immer noch krank und die letzte nacht in dem unterkühlten Schlafraum haben dazu beigetragen, dass es mir leider schlechter ging.

Ich hatte eine richtig nette Zimmergenossin, Michelle aus der Schweiz. Sie war noch jung und hatte dort an der Gold Coast ein Auslandssemster verbracht und ist anschließend gereist. Sie hatte ihren letzten Tag, bevor es wieder zurück in die Schweiz ging. Wir haben uns unterhalten über die Zeit die sie hier verbracht hat. Leider war sie auch mehrmals auf ihrer Reise krank geworden. Da sie gerade ihren Koffer gepackt hatte und einiges nicht mitnehmen konnte, hat sie mir paar Dinge überlassen. Einen Hustensaft, Tee, Schampoo, Mentholsalbe und einen kleinen Regenschirm. Den kann ich hier wohl gut gebrauchen.

Wir haben auch den Abend noch zusammen verbracht und sind gmeinsam zum Italiener essen gegangen. Das war eine willkommene Abwechslung für mich und ich bin dankbar für die nette Zeit mit Michelle.