Blue Mountains und Featherdale Wildlife Park
Für meinen letzten Tag hatte ich eine geführte Tour in die Blue Mountains geplant. Da ich kein Auto habe, bietet sich das gut an. Außerdem sind geführte Touren immer gut, wenn man mal wieder unter Leute kommen möchte. Man bekommt viel Informationen zu den besuchten Spots und im besten Fall auch noch Insidertipps vom Guide.
Um 7.30 Uhr morgens ging es los. Der Treffpunkt war nicht weit weg von meinem Hostel. Insgesamt waren wir eine kleine Gruppe von ca 15 Personen und unser Tourguide, Bernd, ein gebürtiger Deutscher, der seit über 30 Jahren in Australien lebt. Unser Transportmittel für die Tour war ein Kleinbus und da ich die einzige Alleinreisende war, durfte ich ganz vorne, neben unserem Guide sitzen. Ein perfekter Platz, um den mich die anderen Gäste etwas beneidet hatten.
Kuschelkurs mit einem Känguru
Die Tour beinhaltete die besten Lookouts und Spots, der Blue Mountains und außerdem noch einen Stopp im Featherdale Wildlife Park. Es ist kein besonders großer Park, aber sehr individuell und man konnte hier mit den meisten Tieren auf Tuchfühlung gehen und sie füttern. So hatte ich meine erste Erfahrung mit einem Känguru hautnah. Das Känguru ließ sich sehr lange von mir schtreicheln und schien ganz entspannt zu sein. Das war eine tolle, einmalige Erfahrung für mich. Das Känguru war sehr neugierig und scheute sich nicht meinem Gesicht ganz nah zu kommen, sodass ich es riechen konnte. Der Duft war ähnlich zu einem Pony, würde ich sagen und das Fell sehr fein und kuschelig. Ich hätte ewig mit dem Känguru weiter schmusen können. Aber wir hatten an dem Tag noch viel vor uns und unser Guide, Bernd, winkte schon zur Weiterfahrt.

Faszinierende Flora
Die Blue Mountains haben ihren Namen daher, weil das ätherische Öl der Eukalyptusbäume zusammen mit der feuchten Luft reagiert und somit ein bläulicher Dunst über den Bäumen und somit über den Mountains zu sehen ist.
Wir hielten bei mehreren Spots an und liefen im Schnitt 10 bis 20 Minuten zu den Aussichtsplattformen, wo wir wunderschöne Blicke in die Mountains und ihre Flora genießen konnten. Mittags sind wir in einem kleinen, netten Ort Namens Leura essen gegangen. Da es mega heiß mittlerweile war und ich leider eine lange Jeans anhatte, bin ich noch schnell in ein Gesachäft gegangen, um mir eine kurze Hose zu kaufen. Auf die Schnelle hatte ich nur einen sehr auffälligen, pinken Rock gefunden, somit konnte mich niemand mehr aus den Augen verlieren und ich war froh über das kurze Beinkleid.

Die Welt ist klein
Unsere Truppe war bunt gemischt, von jung bis alt und ich habe mich mit einigen von ihnen gut unterhalten. Mit einem habe ich mich länger unterhalten und es stellte sich heraus, dass er der Onkel eines Arbeitskollegen von mir ist. Was für ein Zufall ist das bitte?! Er fand es auch sehr lustig und schickte seinem Neffen auch gleich ein Bild von uns.
Der Tag ging langsam zu Ende und wir waren wieder auf dem Weg zurück nach Sydney. Bernd unser Guide hatte noch paar Restaurant Empfehlungen für uns. Unter anderem einen Italiener, Alfredo, nicht weit weg von meinem Hostel. Ich bekam gleich große Lust auf Pasta und so wurde der Italiener meine Wahl für meine Abendgestaltung.
2 mal Pilot bitte
Als ich im Restaurant ankam, duftete es schon nach leckeren italienischen Pizzen und es fühlte sich ein bißchen nach der Heimat Europa an. Ich bekam einen Tisch und bestellte homemade Pasta mit einer Olivenöl, Basilikum und Knoblauch Pesto, dazu ein Glas Chardonnay. Ach, das war köstlich. Kurze Zeit später kamen 2 Männer an meinem Nachbartisch dazu. Sie bestellten eine Flasche Rotwein und auch Pasta. Nach einer Weile kam ich mit ihnen ins Gespräch. Der Ältere von den beiden prostete mir zu. Nachdem ich kurz von mir erzählt hatte, wollte ich wissen was die beiden machen und als sie mir erzählt haben, dass sie Piloten sind, musst ich schmunzeln. Unter der Vorstellung Pilot werden die meisten wohl denken, dass es gut aussehende Typen sind, bestenfalls noch in ihrer Pilotenuniform. Der ältere, Dan, sah eher aus wie ein Truckfahrer mit seiner Baseballcap und der jüngere, Antony, wie ein Taxifahrer aus Pakistan. Sie waren Cargo-Piloten und fliegen unter anderem auch für DHL. Beide waren Amerikaner, einer aus Phoenix und der andere aus Miami. Die beiden waren sehr lustig und wir haben uns über vieles unterhalten. Am anderen Nachbartisch waren 2 betagte Damen gesessen, eine davon feierte ihren Geburtstag. Sie fanden unsere Gespräche wohl auch interessant und gesellten sich kurz dazu. Es waren zwei Schwestern aus Kanada, die zusammen eine Kreuzfahrt gemacht haben. Ich staunte nicht schlecht, als ich das hörte. In dem Alter noch solche Reisen zu machen, Hut ab!