Ich sitze gerade am Flughafen in Melbourne und warte auf meinen Rückflug Richtung Heimat. Meine letzten Tage in Melbourne habe ich damit verbracht, zu entspannen und noch einmal meine Reise und alles was ich erlebt habe in Erinnerung zu rufen. Ich habe so viel in kurzer Zeit erlebt, dass ich mich nicht mehr an alles gleich erinnern kann. Mein Hirn muss das erstmal abspeichern und dafür war nicht immer die nötige Zeit.

Im Nachhinein hätte ich besser an dem einen oder anderen Ort mehr Zeit gehabt, wie zum Beispiel in Sydney und dafür woanders nur einen kürzeren oder gar keinen Aufenthalt, wie zum Beispiel in Surfers Paradise.

Neuseeland war eine ganz andere Nummer, hier hätte ich auch gerne länger Zeit gehabt. Aber trotzdem bin ich froh, dass ich die Möglichkeit genutzt habe und zumindest etwas von der Südinsel gesehen habe.

Zeit ist wertvoll

Die Zeit ist so schnell vergangen und ich bin natürlich etwas traurig, dass meine Reise, worauf ich mich Monate vorher gefreut und mich vorbereitet hatte, zum Ende gekommen ist. Vorfreude ist ja bekanntlich die schönste Freude. Trotzdem freue ich mich jetzt auf zu Hause und meine Lieben, die schon alle auf mich warten. Reisen ist auch anstrengend, vor allem wenn man während der Reise krank wird oder sich nicht gut fühlt und trotzdem weiter machen muss.

Ich habe sehr schöne, aufregende, spannende, faszinierende, einmalige und auch berührende Momente erleben dürfen. Nicht immer ist alles nach Plan gelaufen, aber ich habe ja schließlich keine Pauschalreise gebucht. Sondern eine Reise, die ich von Anfang bis Ende für mich selbst geplant und gestaltet habe mit allem was dazu gehört. Ich bin sehr dankbar für die Möglichkeit, diese Reise gemacht haben zu können.

Lieblingsorte

Meine Lieblingsplätze oder Lieblingsorte, die ich gerne nochmal besuchen wollen würde sind: Melbourne, Sydney und auch Byron Bay. Es war nicht Liebe auf den ersten Blick, aber wenn man sich in der kleinen Stadt eingegroovt hatte, dann ist das ein idealer Ort, um mal länger zu entspannen. Airlie Beach würde ich vielleicht nochmal machen, wenn dort keine Regenzeit ist.

Neuseeland war ja ganz anders, viel ruhiger, keine Großstädte, viel Natur und Wildnis. Hier könnte ich mir vorstellen nochmal einen Roadtrip zu machen. Allerdings mit mehr Zeit auch für die Nordinsel und nicht alleine. Trotzdem will ich diesen Teil meiner Reise nicht missen. Es war eine gute Erfahrung für mich das alleine zu machen.

Hard Facts

Jetzt mal nachgerechnet. In den 41 Tagen die ich unterwegs war, bin ich gesamt 43.042 km gereist. Davon sind 32.510 km reine Flugstrecke von München über Abu Dhabi nach Melbourne. 10.532 km war ich in Australien und Neuseeland unterwegs. Davon hatte ich 5 nationale Flüge und 2 internationale Flüge.

In den 4 Wochen Australien bin ich somit auf eine Strecke von 4.040 km mit Flügen und Bussen gekommen. In 4 Wochen hatte ich 9 verschiedene Unterkünfte besucht.

In Neuseeland hatte ich einen Mietwagen mit dem ich in 11 Tagen 1.538 km zu 8 verschiedenen Unterkünften gefahren bin.

Was mich meine Reise gekostet hat interessiert euch wahrscheinlich am meisten. Diese Rechnung will ich noch machen, brauche aber dazu ein wenig Zeit und den Mut das wirklich durchzurechnen.

Meine Unterkünfte

Die meisten meiner Unterkünfte waren Hostels. Dadurch konnte ich Geld sparen und auch mit anderen Reisenden in Kontakt kommen. Ich war oft in der YHA Hostel Kette, die haben einen gewissen Standard und bieten viele Socializing Events an. Frühstück konnte man meistens dort auch hinzubuchen.

Hin und wieder habe ich mir eine bessere Unterkunft gegönnt, weil das Schlafen in Stockbetten und Teilen der Bäder ist auf Dauer nichts mehr für mich.

Meine schlimmste Erfahrung mit einer Unterkunft war in Surfers Paradise. In dem Hostel gab es nur einen großen Schlafraum für alle, das heißt es waren bestimmt 60 Betten oder mehr. Zudem war es nicht gerade sauber und die Räume krass heruntergekühlt.

Meine beste Unterkunft war ganz klar das Hyatt Hotel in Brisbane. Das musste ich mir einfach gönnen. Die drei Tage dort haben mir richtig gut getan. Eigenes Zimmer mit Bad, Pool auf der Terrasse und trotzdem mitten im Geschehen.

In Airlie Beach hatte ich ein eigenes Appartement mit Küche. Dort habe ich mich auch sehr wohl gefühlt. Einen Pool mit Blick auf den Hafen gab es dort auch.

In Neuseeland war ich in der HAKA House Hostel Kette. Die sind ähnlich zu der Kette in Australien, nur noch etwas komfortabler. In einem dieser Hostels gab es sogar eine Sauna. Sonst hatte ich auch mal ein Einzelzimmer oder ein Appartement gebucht, wie zum Beispiel in Kaikoura, direkt an der Beachfront, das war sehr schön.